Antofagasta, die Stadt in der Wüste, war für uns eigentlich nur eine Schlafstation. Trotzdem hat diese Stadt einige Besonderheiten, die wir dann teilweise auch erkundeten. So findet sich unter den Einzelhändlern im lokalen Einkaufszentrum bemerkenswerterweise sogar ein gut sortierter Autohändler. Soviel zum Thema umfassender Branchenmix. Ansonsten ist das Einkaufszentrum eher etwas zu groß geraten. Innen fühlt man sich dadurch schnell etwas verloren wenn man in Gängen herumbummelt, in denen locker eine vierspurige Straße Platz hätte. Dafür ist die Außenterrasse um so schöner.
Am örtlichen Fischmarkt fallen besonders die Pelikane auf, die hier in Scharen auf Fischreste warten. Außerdem scheint diese Stadt die einzige in Chile zu sein, die eine aktive Graffiti Szene aufzuweisen hat, denn diese Art Kunst taucht hier an vielen Hauswänden auf, oft auch legal und genehmigt, manchmal sogar als Wettbewerb ausgewiesen.
Das Zentrum ist ganz nett gestaltet und lädt zum bummeln ein. Am obligatorischen Plaza de Armas gibt es sogar ein bisschen Hi-Tech zu bewundern: Eine Ampel mit einem animierten Ampelmännchen, das zuerst gemütlich schlendert und kurz bevor die Ampel auf rot umspringt hektisch zu laufen anfängt. Und wer sich jetzt noch fragt was ein „Bundes Schop“ ist, dem sei gesagt dass ein Schop in Chile eine besondere Glasgröße ist. So wie man in Deutschland einen Schoppen Wein trinken geht, so geht man hier halt einen Schop Bier trinken. Was das dann aber noch mit Bundes zu tun hat... Da bin ich überfragt!
Ansonsten bleibt noch das Hotel Brazil erwähnenswert, das für den Preis einer Herberge schon Hotelkomfort der unteren Preisklasse bietet. Wir wären hier gern länger geblieben, zumindest wegen des guten Wasserdrucks auf den Duschen. Doch: “The Show must go on!” und so geht es weiter zum Busbahnhof und auf nach... San Pedro de Atacama!