Bald sind wir reich...
 
Donnerstag, 29. März 2007
Unser Geldesel...
 
„Jona, das gehört Papa!“, hört der Jona seine Mama sagen. „Mist, sie hat mich ertappt, wohin jetzt mit diesem tollen Geldstück, das ich gerade erst ergattert habe? Ja, ich weiß, in den Mund, da vermutet sie es bestimmt nicht....“ Aber: „Jona!!? Raus damit“ „Ups“ - Ein Hustenanfall belegt, dass Jona die Richtung verwechselt hat. Raus nicht runter! Jona würgt, seine Mama eilt zu seiner Rettung, das Stück will nicht raus, aber Jona atmet einwandfrei, das ist schon einmal supergut. Trotzdem: er heult laut, sagt dass das Stück in seinem Hals feststeckt und er würgt immer noch... wir brauchen einen Arzt! Ronja ist inzwischen auch aufgewacht, Frauke wirft ihr Socken und Sandalen zu, sowie einen Pulli: „Schnell zieh Dich an! Wir müssen mit Jona zum Arzt!“ Ronja reagiert superschnell und läuft sogar los, um eine Spucktüte zu holen, toll!!!
Mirna reagiert zum Glück auch schnell, fährt das Auto vor und düst mit uns ins Krankenhaus, wobei sie eine rote Ampel nimmt und wild hupend versucht ein Taxi zu überholen, das zurück hupt und 5 Ampelkreuzungen lang die Straße für sich markiert, indem es exakt in der Mitte zweier Spuren fährt.
Den Arzt versteht Frauke gut, alle wichtigen Vokabeln kennt sie schon: „Hals“, wegen der Halsentzündung, die Ronja am ersten Tag in Chile hatte, „Lungen“ und „röntgen“, wegen Jonas Lungenentzündung, „schlucken“ -aus einem spanischen Zungenbrecher, in dem „drei traurige Tiger Weizen schlucken“ (tres tristes tigres tragan trigo en un trigal) - zu irgendetwas muss das ja auch gut sein!
Auf dem Röntgenbild ist die Münze dann einwandfrei im Magen zu sehen, nicht in den Lungen - alles wird seinen Weg gehen...
8,5 Stunden später findet sich das verlorene Geldstück dann auch tatsächlich wieder auf! Es sind wirklich nur 10 Pesos (=1,5 Cent), aber Mirna meint: 10 Pesos und 10 Pesos und 10 Pesos, das läppert sich...
Hier ein vorher-nachher-Bild!
 
F.