Ausstellungseröffnung...
 
Dienstag, 12. Juni 2007
metamorfosis
 
„Ohne Martin, weil dieser sich noch auf dem Weg hierher befindet, aber mit vielen, vielen Besuchern konnten wir heute, die von mir organisierte Ausstellung mit dem Thema: „metamorfosis“ eröffnen. Ich musste einige spanische Worte vor versammelter Loasangelinischer Presse halten, wobei ich zugeben muss, dass das Lokalblatt und der Lokalsender nicht unbedingt zur Weltpresse gehört. Ich konnte sogar einen Witz einbauen, über den (glücklicherweise) wirklich alle gelacht haben, es war ein Chilenismus, den ich eingebaut habe („Se pasa la raja“- was wirklich sehr umgangssprachlich und außerordentlich chilenisch ist und ungefähr so viel bedeutet wie: „Chile ist ne Riesensause“- ääh oder eher: “Es läuft supergeil“).
Die Kinder wirbelten mit Victoria herum, die eine Kollegin von Martin ist, sehr nett, ich schätze, die Kinder werden sie vermissen... - Auf jeden Fall hat fast alles gut geklappt, bis auf die klitzekleine Wenigkeit, dass die auf Tonband gesprochenen Gedichte nicht funktionierten, weil das dummer Gerät keine mp3 abspielen konnte - da habe ich mir Martin herbeigewünscht, der schon eine Woche vorher ausprobiert hätte, ob das funktioniert! Nun, das regeln wir morgen früh... irgendwelche Aufgaben muss man sich ja aufbewahren. Außerdem verkaufe ich mein Bild, welches ich hier gemalt habe, es passt echt nicht in die Koffer. Es wird eine Verlosung, bis jetzt habe ich immerhin den Materialwert zusammen, aber es wird wohl noch ein bisschen mehr...
Es war echt viel Arbeit und ist so etwas wie ein Resümee meines Praktikums hier, mit Arbeiten von mir, einigen Künstlern der Stadt, die sich zum Teil selbst übertroffen haben, Gedichten und Installationen... - Mein Chef war zwischendurch so beeindruckt, dass er die Ausstellungszeit doch auf 2 Wochen verlängert hat!
Jetzt fall ich müde ins Bett, nachdem ich noch in Ermangelung eines Kuchenrezeptes einfach eine Pfannkuchentorte mit Kakao und Marmelade in Schokoladenmantel mit Zuckerdrei gemacht habe, denn Morgen wird der Jona DREI!!! Ich stellte nämlich nach unserer Rückkehr entsetzt fest, dass ich keinen Kuchen hatte. „Den machen wir einfach morgen“, sagte ich. Ronja überlegte kurz und erwiderte: Mama, dann ist es doch schon zu spät, den braucht man morgens!“ Wir schauten nach den Zutaten: Eier, Mehl, Milchpulver und Wasser, Backpulver, Schokolade, Zucker... - alles da, bloß kein Rezept. Ronja sagte zwar noch schlauerweise: „Wozu gibt es denn das Internet?“, war dann aber mit der Idee, dem bereits während der Ausstellungseröffnung auf dem Teppich eingeschlafenen Jona einen Pfannkuchenberg zu backen, auch zufrieden. Für´s Internetcafe war es inzwischen einfach zu spät... „Hauptsache wir haben eine Kerze!“, sagte sie. Haben wir? Ach ja, haben wir zum Glück!!!
Und meine Füße tun mir weh...“
F.
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