Das größte Loch der Erde!
Dadurch dass wir unsere Wüstentour zum Salzsee von Freitag auf Samstag getauscht hatten hatten wir nicht nur 30.- € sparen können, sondern es ergab sich auch die Gelegenheit am Freitag die Kupfermine Chuquicamata bei Calama zu besuchen. Von San Pedro de Atacama nach Calama sind es ca. 2 Stunden Fahrt mit dem Reisebus, die Fahrkarte kostet 1700.- Peso pro Person, also etwas mehr als 2.- €. In Calama muss man dann erstmal in die Innenstadt von Calama von wo besondere, leuchtend gelb lackierte Colectivos abfahren, die nur für die ca. 20 minütigen Fahrten zur Mine und zurück gedacht sind. Diese Fahrt schlägt mit 1000.- Peso pro Person zu Buche.
Leider ohne Voranmeldung kamen wir mit dem Colectivo vor dem Besucherzentrum an und fanden uns auf einer ziemlich aussichtslosen Position auf der Warteliste, da die kostenlose Tour gut gebucht war und sich zudem etliche Personen bereits auf die Liste hatten setzen lassen. So sahen wir uns zuerst relativ demotiviert eine Dokumentation an, wie das Kupfer aus dem dort geförderten Erz gewonnen wird. Danach fing die Verteilung der Plätze derer an, die reserviert hatten aber nicht erschienen waren. Es wurde spannend, und so wir bekamen wir - trotz aussichtslos erscheinender Ausgangssituation - die letzten beiden Plätze im Besucherbus, der uns dann auch zur betriebseigenen Aussichtsplattform fuhr. Von dort hatten wir einen wunderbaren Blick auf das größte Loch der Erde. Wer nicht da war kann sich nicht vorstellen, wie gigantisch diese Buddelei dort ist. Alleine schon die Lastwagen, die das abgebaute Erz vom Grund der Grube in die Aufbereitung transportieren bezeugen die Vorliebe der Minenbetreiber für Gigantomanie. Die Dimensionen der für diese Laster angelegten “Straßen” lassen sich am besten begreifen, wenn man ein “normales” Auto quasi als Größenvergleich dort fahren sieht. Das Loch kann man noch vom Mond aus sehen und hat in etwa folgende Abmessungen: Über einen km tief und 4,5 km lang, 3 km breit (Daten von 2000, dürfte inzwischen also weitaus größer sein). 
Wir konnten dann auch noch ein paar tolle Touristenfotos mit einem dieser Lastwagen machen. Ein neuer Reifen dafür kostet übrigens 15.000.- US$ und hält etwa 6-8 Monate. Die Lastwagen sind “Made in Germany” und werden von der Firma Liebherr extra für diese Mine hergestellt. Sie kosten pro Stück 4 Millionen US$ und halten maximal 10 Jahre, da sie außerhalb der Wartungszeiten 24 Stunden am Tag im Einsatz sind.
Calama ist durch die Mine übrigens eine sehr reiche Stadt, was sich auch in gut ausgestatteten Spielplätzen niederschlägt. Da wir zwischen der Rückkehr von der Mine und Abfahrt unseres Busses noch etwa drei Stunden Zeit hatten kamen unsere Kinder in den Genuss dieses von der staatlichen Minengesellschaft finanzierten Luxus. Dementsprechend verausgabt und voller neuer Eindrücke schliefen die Kinder im Bus dann auch ziemlich schnell ein. Im Dunkeln kamen wir wieder in San Pedro an.San%20Pedro%20de%20Atacama.htmlshapeimage_1_link_0
Chuquicamata 10.08.2007
Es gibt sie wirklich: Wir vor dem Monstertruck!
Martin zeigt seinem Sohn welchen der Laster er später mal fahren darf...
Noch passt er allerdings im Stehen locker darunter!
Duuuu, Ronja, ich guck mal ob der große Laster schon weg ist...
Puuuh, Glück gehabt! Ich seh‘ ihn nicht mehr!
Kleines Suchspiel: Wo ist hier der PKW?
Und einen super Spielplatz haben wir auch entdeckt! Natürlich bezahlt von...
...der Minengesellschaft! Juhuuuuuuuu!!!