Puerto Montt 03.07.-05.07.2007
Klappe die Erste! 
Als erstes fallen uns bei der Einfahrt mit dem Bus die wie an die steilen Bergen angeklebt erscheinenden Häuschen auf. Sie prägen zusammen mit den steilen, kleinen und verwundenen Sträßchen und der mit großen Steinen befestigte Küstenlinie das Bild des Städtchens. Unser erster Aufenthalt hier war leider von starkem Regen begleitet. Unser Hostal war ein überall schiefes Häuschen mit sehr familiärem Charakter. Leider etwas abseits gelegen, d.h. ca. 20 Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt, was besonders im Regen nicht angenehm ist.
Ronja und Jona beschlagnahmten so erst einmal den großen Spielzeugkorb. Überall in den Wohnräumen stehen und liegen hier kleine Andenken aus verschiedensten Ländern und andere liebevolle Dekoration herum, Familienfotos, schöne alte Möbel und ein Klavier prägen das Wohnzimmer. Es ist wirklich das ganze Haus ist schief. Nirgends gibt es einen geraden Fußboden, einen rechten Winkel oder ähnliches. Man ahnt, dass dies nicht immer so war, dass aber das an den Hang gebaute Holzhaus mit der Zeit etwas gerutscht ist und sich dadurch verzogen hat. Geheizt wird mit Holz und auch in der Küche wird der alte, mittig stehende holzgefeuerte Herd öfter genutzt als die ebenfalls vorhandene gasbetriebene Kochstelle. Die Besitzerin ist unglaublich mütterlich und man fühlt sich hier sofort als Teil der Familie, da man auch sofort in die familiären Verhältnisse eingeführt wird. Wir lernten dann auch die mit einem Österreicher verheiratete Tochter nebst Gatten kennen. Sie ist studierte Geographin und spricht sehr gut deutsch, er bietet Kajaktouren an und arbeitet immer wieder für ein paar Monate als Seilbahnmonteur in Österreich und Deutschland um Geld dazuzuverdienen.
Der Boden in unserem Schlafzimmer war so schief, dass ich immer dachte der Boden schwankt und dass wir auf einem Schiff wären. Zum Glück rutschte das Haus während unseres Aufenthalts nicht endgültig den Hang hinunter, so dass wir den atemberaubenden Blick aus dem Fenster über die Bucht genießen konnten.
Als wir uns trotz Regens in die Stadt wagten fielen uns viele Klebstoff schnüffelnde Jugendliche auf, die mit ihren “Schnüffeltüten” wie Luftballons vor den Gesichtern die trockenen unter den öffentlichen Plätzen gesichert hatten, sodass wir Jona mit viel Mühe davon abhalten mussten z.B. die Museumslokomotiven ausgiebiger zu betrachten. Ein übler “Trend”, der in Chile aber glücklicherweise auf eben diese Stadt beschränkt zu sein scheint, in anderen Städten habe ich dies bisher nicht gesehen. 
Außerdem konnten wir weitere, mir bisher nicht bekannte geographische Details entdecken, so z.B. dass Dresden direkt neben Mc Donald’s liegt. Wir entschieden uns übrigens gegen den Willen der Kinder für den Besuch in Dresden, wo man außer lecker aussehenden deutschen “Kuchenes” (Mehrzahl von Kuchen) auch super Pommes mit Frikadelle und Lomo essen kann.
Im übrigen nächtigten wir kurz darauf nochmals in Puerto Montt...
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Häuser am Hang
Nächtlicher Blick aus dem Fenster unseres Zimmers nach links...
...und nach rechts!
Die Unterkunft der Klebstoffschnüffler
Hier der Beweis: McDonald‘s liegt direkt neben Dresden...
M.