Lust auf mehr!
Auf der 24-stündigen Busfahrt von San Pedro nach Santiago gibt es wieder Wüste, die berühmt-berüchtigten Sonnenuntergänge und Kakteenwälder zu sehen.

Es gibt hier in Chile übrigens einen Spruch, der sagt “Santiago ist Chile”. Wir kamen also (Meine Deutschland-Zwischenstopp-familiär-bedingten Aufenthalte nicht mitgerechnet) das dritte Mal nach Chile seit wir hier in Südamerika sind. Das erste Mal übernachteten wir notgedrungen und ungeplant dort, beim zweiten Mal reisten wir nur durch. Ich muss schon sagen, Santiago wurde von uns bisher eher stiefmütterlich behandelt. Auch diesmal reichte es nur für eine, allerdings planmäßige Übernachtung. Das was wir sahen machte allerdings Lust auf mehr: Großstadtflair pur. Wir hatten schon fast vergessen wie das U-Bahn fahren geht... Hier holten wir es nach... sogar mit Umsteigen - und Koffern! Die U-Bahn hier fährt übrigens auf Schienen und Gummirädern gleichzeitig, wobei die Gummiräder nicht nur senkrecht auf den Laufflächen stehen, sondern auch waagerecht an den Seiten des Gleisbettes die Bahn in der Spur halten. Für die technisch interessierten werden Bilder zur Veranschaulichung dieses seltsamen Prinzips nachgeliefert, sobald wir von der Osterinsel zurück sind.
Unser Hostal war, bis auf den Schimmelgeruch im Bad, sehr schön, aber eben auch hochpreisig. Wir hatten es besonders wegen der Nähe zum Flughafen ausgewählt. Aber seht selbst, hiervon existieren Fotos.
Da wir von verschiedenen Stellen vorgewarnt wurden, dass die Preise auf der Osterinsel exorbitante Höhen erreichen kauften wir im Supermarkt tonnenweise Nudeln, Tomatensauce und Getränkepulver ein, schon darauf spekulierend dass das Problem mit dem Übergepäck hier etwas lockerer gesehen werden würde. 
Am nächsten Morgen ging es dann um 5:30 Uhr morgens mit dem Taxi los zum Flughafen. Und tatsächlich ging unser Plan auf. Wir mussten nicht 10 kg Nudel mit Tomatensauce an den Hogar de Christo spenden, sondern durften sie dank Fraukes charmantem Lächeln auf dem Laufband gen Flugzeug verschwinden sehen. Mit dem Einchecken waren wir schon vor 7:00 Uhr fertig, der Flug sollte um 8:30 gehen. Nach einer Cola und ohne Probleme bei der Sicherheitskontrolle gelangten wir dann auch recht schnell ins Flugzeug - nur um nach einer Stunde Wartezeit am Boden wieder herauskomplementiert zu werden. In der nagelneuen Boeing war ein Warnlicht im Cockpit angegangen und konnte auch durchs mehrfache schlagen aufs Armaturenbrett nicht ausgeschaltet werden...
Wir bekamen dann ein Frühstück in einer Flughafenfrühstücksstube spendiert, während die Techniker der LAN Chile versuchten das Warnlicht abzuklemmen... (Nur ein Spaß, ich glaube eine fast fabrikneue Maschine ist zu teuer, um nach der chilenischen Methode zu verfahren ;-)) Nachdem sie damit fertig waren konnte es dann endlich losgehen und wir kamen nach ca. 5 Stunden Flug problemlos und sicher auf der Osterinsel an...San%20Pedro%20de%20Atacama.htmlHogar%20de%20Christo.htmlshapeimage_1_link_0shapeimage_1_link_1
Santiago 13.08.2007-14.08.2007
An diese Sonnenuntergänge haben wir uns fast schon gewöhnt...
...die Kakteenwälder treten eher in der Gegend von Santiago auf
Unser Hostal war hübsch...
...hatte netten Wandschmuck...
...aber keine Versteckmöglichkeiten.
Zu morgendlicher Stunde brachte uns ein Taxi mit Erdgasantrieb zum Flughafen...
...und dann kamen wir nach technisch bedingter Verspätung...
...endlich auf der Osterinsel an!