Da gibt es doch diese nette Geschichte,
(Nachzulesen in der Fortsetzung des Temuco/Pucòn-Berichtes...)
als ich in meinem nicht perfektem Spanisch fragte: “Wo können wir hier jemanden essen? (Donde podemos comer alguien?)...
Michaela, Julia und Martin haben sich köstlich amüsiert...
Der Dienstag danach: Ich hole Martin zum Mittagessen bei seinem Praktikum ab. Als ich hereinkomme weiten sich die Augen eines seiner Kollegen: No me come! No me come! ruft er und macht abwehrende Gesten.... No me come??? das heißt doch.... Iss mich nicht??? Ich schaue fragend zu Martin, der schaut zurück mit einem Blick, der alles verrät: Mein Versprecher wurde brühwarm seiner gesamten Kollegschaft als Dienstag-vormittags-Belustigung serviert!!! Ich steige selbstverständlich ins Lachen mit ein und knurre hungrig und gefährlich!
Einige Tage später: Wir haben Stress mit unseren Visa, das Konsulat in Hamburg hat einen Stempel vergessen und wir sollen nun nach Santiago fahren (das ist eine 12-Stunden-Tour - allein das Hin und Zurück)! Und das erfahren wir nach etlichem Gerenne und Gefrage!!! Martins Kollege lockert die Stimmung wieder auf mit einem flapsigen: “Na, jetzt würdest Du gerne die vom Konsulat essen, oder???“ JA! Mit Tomaten und Zitronen garniert und dazu ein gutes Glas Wein.
Wenn ich jetzt Martin zum Mittag abhole höre ich oft ein: Na, wen hast Du heute schon gegessen? oder: Wo werdet ihr heute jemanden zum Mittag essen?
Ich habe meinen Ruf als Menschenfresser weg...
F.